Wasserfester Sonnenschutz für Sport und Schwimmen: Was wirklich hält - soka

Wasserfester Sonnenschutz für Sport und Schwimmen: Was wirklich hält


«Wasserfest» steht auf fast jeder Sonnencreme-Tube, und trotzdem sind nach einer Stunde Schwimmen oder einem intensiven Lauftraining Schultern und Nase oft schon wieder rot. Der Grund: «Wasserfest» bedeutet nicht «unbegrenzten Schutz». Dieser Artikel erklärt, was hinter dem Begriff wirklich steckt und worauf es bei Sonnenschutz für Sport und Schwimmen tatsächlich ankommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • «Wasserfest» ist gesetzlich klar definiert, aber zeitlich begrenzt: meist auf 40 oder 80 Minuten Wasserkontakt getestet, nicht auf einen ganzen Tag.
  • Nach dem Abtrocknen mit dem Handtuch sollte immer nachgecremt werden, auch bei wasserfesten Produkten.
  • Wasserfreie Gel-Formeln wie Skinnies Sonnenschutzgel benötigen weniger Produkt pro Anwendung und bleiben beim Schwitzen und im Wasser stabiler auf der Haut als klassische, wasserhaltige Cremes.

Was bedeutet "wasserfest" bei Sonnenschutz wirklich?

Der Begriff «wasserfest» (englisch «water resistant») ist reguliert, aber weniger absolut, als er klingt. Produkte, die diese Bezeichnung tragen dürfen, müssen in standardisierten Tests nachweisen, dass sie nach einer bestimmten Zeit im Wasser, üblicherweise 40 oder 80 Minuten, noch einen relevanten Teil ihres ursprünglichen Lichtschutzfaktors behalten. Das bedeutet: Nach Ablauf dieser Testzeit lässt der Schutz nach, unabhängig davon, wie lange man tatsächlich im Wasser oder am Schwitzen ist. Die Bezeichnung «wasserdicht» beziehungsweise «waterproof» ist in der EU nicht erlaubt, da sie einen dauerhaften Schutz suggerieren würde, den kein Produkt tatsächlich bieten kann.

Warum herkömmliche Sonnencreme beim Sport und Schwimmen oft an ihre Grenzen kommt

Klassische Sonnencremes bestehen zu einem grossen Teil aus Wasser, oft 50 bis 70 Prozent. Beim Schwimmen oder starkem Schwitzen kann sich diese wasserhaltige Emulsion leichter von der Haut lösen oder abgerieben werden, gerade an Stellen mit Reibung wie Schultern, Nacken oder Fusssohlen. Zusätzlich führt häufiges Abtrocknen mit dem Handtuch dazu, dass ein Teil der Schutzschicht buchstäblich abgewischt wird, selbst wenn das Produkt als «wasserfest» gekennzeichnet ist.

Worauf es grundsätzlich ankommt

Wasserfestigkeit realistisch einschätzen

Plane von Anfang an mit einem Nachcremen nach etwa 80 bis 120 Minuten im Wasser oder nach jedem Abtrocknen, unabhängig von der Angabe auf der Verpackung. Bei langen Trainingseinheiten oder Wettkämpfen im Freien lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die konkrete Testdauer des jeweiligen Produkts.

Ausreichend auftragen

Auch das beste Produkt schützt nur, wenn genug davon aufgetragen wird. Bei klassischer Sonnencreme gilt: lieber grosszügig statt sparsam auftragen, besonders an Stellen, die beim Sport direkt der Sonne ausgesetzt sind, etwa Nacken, Ohren, Fusssohlen und der Scheitel bei kurzen Haaren werden häufig vergessen.

Skinnies als Alternative: Die wasserfreie Gel-Formel im Detail

Wasserfreie Gel-Formeln verhalten sich beim Schwitzen und im Wasser anders als klassische Emulsionen. Da kein Wasser enthalten ist, das sich beim Kontakt mit Feuchtigkeit lösen könnte, bleibt die Schutzschicht tendenziell stabiler auf der Haut. Skinnies aus Neuseeland setzt konsequent auf eine solche wasserfreie Gel-Formel (Organogel-Technologie) statt der klassischen Wasser-Öl-Emulsion.

Ein praktischer Unterschied zu klassischer Sonnencreme: Durch die konzentrierte Gel-Formel wird deutlich weniger Produkt pro Anwendung benötigt. Die Gele trocknen zudem innerhalb weniger Minuten auf der Haut, hinterlassen keinen fettigen Film und laufen nicht so leicht in die Augen wie flüssige Sonnenmilch, ein praktischer Vorteil beim Sport. Laut Herstellerangaben ist das Skinnies Sonnengel mit SPF30 rund 80 Minuten wasserfest, bei SPF50-Varianten wird teils eine deutlich längere Wasserfestigkeit angegeben. Die Formel ist frei von Parabenen, Octrcrylene,  Konservierungsstoffen und Duftstoffen und eignet sich auch für empfindliche Haut. Nach intensivem Schwimmen oder Abtrocknen mit dem Handtuch empfiehlt der Hersteller, wie bei jedem Sonnenschutzprodukt, erneut aufzutragen.

Damit ist die Formel speziell für aktive Menschen entwickelt, die viel Zeit im Wasser oder beim Sport verbringen und trotzdem nicht auf zuverlässigen Schutz verzichten möchten.

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Praktische Tipps für Sport und Schwimmen

  • Trage Sonnenschutz bereits rund 15 bis 20 Minuten vor dem Sport oder Schwimmen auf, damit sich die Schutzschicht setzen kann.
  • Nach jedem Abtrocknen mit dem Handtuch nachcremen, auch wenn die angegebene Zeit für die Wasserfestigkeit noch nicht erreicht ist.
  • Kombiniere Sonnenschutz bei langen Outdoor-Einheiten zusätzlich mit Kleidung, Kopfbedeckung und Schatten in der Mittagszeit.

 

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Es bedeutet, dass das Produkt in standardisierten Tests nach 40 oder 80 Minuten im Wasser noch einen relevanten Teil seines Lichtschutzfaktors behält, nicht, dass der Schutz unbegrenzt anhält.

Ja, insbesondere nach dem Abtrocknen mit dem Handtuch, da dabei ein Teil der Schutzschicht mechanisch entfernt wird, unabhängig von der angegebenen Wasserfestigkeit.

Da die Formel wasserfrei ist, löst sie sich beim Schwitzen oder im Wasser weniger leicht von der Haut als klassische wasserhaltige Sonnencremes, trocknet innerhalb weniger Minuten auf der Haut und hinterlässt keinen Fettfilm.

Nein, die Bezeichnung «wasserdicht» beziehungsweise «waterproof» ist in der EU nicht zulässig, da kein Sonnenschutzprodukt einen dauerhaft unveränderten Schutz im Wasser garantieren kann.

Fazit

Wasserfester Sonnenschutz für Sport und Schwimmen hält, was er verspricht, aber nur für begrenzte Zeit. Wer regelmässig nachcremt, ausreichend aufträgt und auf eine Formel setzt, die auch beim Schwitzen stabil bleibt, ist deutlich besser geschützt als mit dem blossen Vertrauen auf den Aufdruck «wasserfest». Wasserfreie Gele wie Skinnies bieten dafür eine praktische Alternative zu klassischer Sonnencreme, gerade für alle, die viel im Wasser oder beim Sport unterwegs sind.

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Angaben zur Wasserfestigkeit stammen von den jeweiligen Herstellern und können je nach Produktvariante abweichen. Prüfe die genaue Angabe immer auf der aktuellen Verpackung.